On the road again

Uff, geschafft. Jetzt war ich 2 Tage im Wahlkreis unterwegs und bin geschlaucht. Trotzdem hier wie immer ein paar Eindrücke und Berichte

für Euch Blogleser. Am Donnerstag traf ich mich mit einer Bürgermeisterin. Auch sie berichtete mir von ihren Sorgen mit dem Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum. Wir waren uns schnell einig, dass eine vernünftige Infrastruktur wichtig ist, um diesen Trend zu stoppen. Auf dem flachen Land gibt es ja noch freie Kitas und auch an den meisten Schulen lernt es sich angenehm. Außerdem braucht

jeder Ortsteil schnelles Internet und der ÖPNV muss gestärkt und ausgebaut werden. Nachdem wir uns in den 3 Punkten sofort einig waren, habe ich gefragt, ob Sie eventuell vorher in mein Wahlprogramm geschaut hat: Herzliches Lachen!

 

Anschließend ging es weiter zu einem Gespräch nach Dahlen. Dort machte mich mein Gesprächspartner auf seine Sorgen mit einer Jugendgruppe am Dahlener Schwanenteich aufmerksam. Klar ist, dass Polizei nur bedingt helfen kann. Man muss die Ursachen bekämpfen und die liegen in der mangelnden Beschäftigung der Jugendlichen. Warum fällt mir an dieser Stelle das Ganztagsschulkonzept der SPD ein? Es wäre ein Ansatz. Das nette Foto ist übrigens am Schwanenteich bei der Ortsbesichtigung entstanden.

 

Weiter ging es nach Oschatz, wo ich einen sehr interessanten Menschen im Café Wentzlaff kennen lernen durfte. Mehr darf ich an dieser Stelle nicht verraten, ist noch „geheim“ ;-) Am Abend habe ich einen großen landwirtschaftlichen Betrieb besucht. Der Geschäftsführer erzählte mir von seinen Sorgen mit dem viel zu geringen Milchgeld, rückläufigen Betriebsprämien und neuen Standrads bei Güllelagern. Also mal ehrlich: Man fordert von Seiten des Staates immer höhere Standards, Dokumentation und Dienstleistungen für Landschaftsschutz -und pflege. Und gleichzeitig kürzt man ihnen die Gelder „unterm Hintern weg“. Ich finde, man geht unfair mit den Landwirten um und will mich gern auch dafür stark machen, dass hier umgesteuert wird. Beim Milchgeld habe ich gelernt: Derzeit werden 30 Ct. pro Liter bezahlt. Futter kostet umgerechnet auf den Liter 15 Ct., der Tierarzt 3 Ct. und die Lohnkosten sind 9 Ct. Bleiben noch 5 Ct. für Investitionen, Instandhaltung und Gewinn. Das ist zu wenig, das verstehe ich. Das Milchgeld wird übrigens frei von den Molkereien festgelegt. Wir Verbraucher können helfen, wenn wir nicht nur auf den Preis sondern auch auf die Regionalität sehen.

 

Übernachtet habe ich im Schwan in Oschatz. Dort gibt es gutes Essen und sehr guten Wein. Danke dafür an das Team vom Schwan!

Heute Morgen habe den Leiter des Vereins Landregen e.V. in Collm besucht. Er hat mir sein Projekt zur Rettung der alten Post vorgestellt. Davon werde ich später ausführlich berichten.

 

Danach besuchte ich noch einen mittelständischen Betrieb. Auch hier stand wieder das Thema der Sorge um den qualifizierten Nachwuchs. Ein echter Dauerbrenner in den Betrieben. Auf die Frage, was man sich von Politik wünsche, antwortete mir mein Gesprächspartner: "Mehr Verlässlichkeit und mehr Kommunikation." Gemünzt war die Forderung auf die kurzfristigen Änderungen der EEG-Umlagen.

 

Es waren wieder sehr spannende Gespräche und interessante Menschen, mit denen ich ins Gespräch kam. Da macht das Touren auch Spaß. Bis demnächst, wenn es wieder heißt "On the road again"

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