Wie weiter, Deutschland?

Ich werde in letzter Zeit öfter gefragt, warum ich die Bundestagswahl als Richtungswahl bezeichne. Darauf will ich gern antworten. Deutschland ist ein reiches Land und die meisten von uns leben in soliden, viele auch in guten oder sehr guten Verhältnissen. Damit das so bleibt, brauchen wir auch in der Zukunft ein nachhaltiges Wachstum. Die Grundlage dafür ist eine offene, freie und liberale Gesellschaft. Diese offene Gesellschaft wiederum ist davon abhängig, dass der Staat deren Sicherheit und die Sicherheit der Bürger nach innen und außen garantiert. Und da sind wir am Punkt: Sicherheit lässt sich auf Dauer nach meinem Verständnis nur garantieren, wenn es gerecht zugeht. Innerhalb unseres Landes, aber auch im Handel mit anderen Ländern. Deshalb ist ein gerechtes Miteinander - das Thema GERECHTIGKEIT - nach meinem Verständnis eine notwendige Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum.

Die CDU und insbesondere Frau Merkel sprechen von eine marktkonformen Demokratie, wir Sozialdemokraten wollen dagegen eine soziale Marktwirtschaft. Das ist der Unterschied, das sind die Richtungen, zwischen denen wir uns im September entscheiden müssen.

 

So bin ich gestern ins Gespräch in Oschatz gegangen, wo ich zu Gast beim OV Döllnitztal war. Erfreulich war, dass viele Gäste mit diskutiert haben. Größtes Interesse bestand zur Frage, wie wir in der Flüchtlingsfrage weiter agieren sollten. Dabei wurde von einem Gast (der sonst CDU wählt, wie er sagt) die ehrlichen Worte von Frank-Walter Steinmeier und Martin Schulz gewürdigt. Hier noch ein paar Impressionen, heute Abend geht es in Torgau weiter und ich hoffe auf gute Gespräche. Gestern war es jedenfalls toll, in Oschatz zu sein. Überhaupt ein Kompliment an die Oschatzer, die mich immer sehr freundlich und aufgeschlossen aufnehmen.