Löschangriff

Im Schutzanzug unterwegs
Im Schutzanzug unterwegs

Auf Einladung der Kameraden aus Dommitzsch und weil ich gern mehr wissen wollte über den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr habe ich am Freitag Abend an einer Übung teilgenommen. Die Aufgabe war das Löschen eines Brandes im 3. Obergeschoss eines Plattenbaus. Als erstes ging es in die Montur der Feuerwehr. Trotz angenehmer 25 Grad Außentemperatur war es schon ganz schön warm unter der Kluft. Nach dem Absitzen kam aber noch die Sauerstoffflasche und verschiedene Werkzeuge dazu. Insgesamt hat man so etwa 30 Kilo auf dem Buckel. Damit ging es dann in 15 Meter Höhe auf wackliger (aber gesicherter) Leiter. Ich muss schon sagen, das kostet Überwindung. Ich hatte schon vorher großen Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit der Kameraden, aber jetzt ist er noch größer.

Probleme bereiten den Kameraden die Nachwuchsgewinnung und die Gaffer. Beim Nachwuchs für die Feuerwehren fehlt es an einem schlüssigen Konzept. Man hat mir zum Beispiel berichtet, dass nach der Schließung der örtlichen. Oberschule die Nachwuchsgewinnung zusammen gebrochen ist. Auch das also eine Folge der unklugen Schulschliessungen auf dem Land. 

Und was den Kameraden auch oft fehlt, ist Anerkennung ihrer Arbeit, vielleicht sogar mal ein Dankeschön. Man muss sich einfach mal klar machen, dass hier Menschen unterwegs sind, die einen Großteil ihrer Freizeit unentgeltlich für die Rettung von Leben anderer oder deren Hab und Gut einsetzen.