Interview in der LVZ für Taucha und Schkeuditz

Fragen von Olaf Barth

Warum wollen Sie sich in der Bundespolitik engagieren?

 

Ich finde, dass wir mehr Menschen mitten aus dem Leben mit einer gewissen Erfahrung im Parlament brauchen. Ich gehe wie alle Leute täglich auf Arbeit und ärgere mich, dass in Berlin teilweise so weltfremde Gesetze gemacht werden. Das will ich ändern. Meine Kandidatur ist ein Angebot an die Wähler aller Parteien. Ich weiß, wo der Schuh drückt, höre den Leuten gut zu und werde dafür kämpfen, dass Nordsachsen eine gute Heimat für junge Menschen, für Familien und Senioren bleibt.

 

Was wollen Sie in der Bundespolitik für den Landkreis Nordsachsen erreichen bzw. thematisch anpacken?

 

Schwerpunkte setze ich in den Bereichen lebenswerte Heimat, sichere Arbeit und mehr Sicherheit. Dafür brauchen wir z.B. mehr Bus und Bahn, ein einfaches Ringtarifsystem im MDV und preiswertere Tickets. Die Metropole München macht vor, wie das geht, wenn es politisch gewollt ist. Es ist außerdem höchste Zeit, dass gerade Normalverdiener finanziell entlastet werden. Ich werde für die Abschaffung der Elternbeiträge in den Kitas stimmen, weil Bildung von der Kita bis zum Studium kostenfrei sein soll. Außerdem werde ich mich für

eine bundeseinheitliche Schule mit gemeinsamem Lernen bis zur 8. Klasse einsetzen. Ein erster Schritt wird sein, dass der Bund wieder in Schulen investieren darf. Das dickste zu bohrende Brett ist unser Rentensystem. Ich  werde mich für ein Rentensystem nach österreichischem Vorbild einsetzen, in das alle einzahlen. Auch Beamte, Manager und Politiker. Natürlich werde ich mich

für Ansiedlungen in unserem Landkreis stark machen. Als selbstständiger Mittelständler fällt mir das sicher auch leichter.

 

Welche Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit würden Sie bezüglich der Städte Taucha und Schkeuditz setzen?

 

In Taucha müssen wir erreichen, dass die Deutsche Bahn den Gerichtsweg offenlässt. Der Stadt droht sonst der tägliche Verkehrskollaps.

Darüber hinaus muss aus dem Polizeiposten wieder ein Polizeirevier werden, wo 24 Stunden Dienst versehen wird. Sicherheit geht nicht nach Öffnungszeiten.

 

Für Schkeuditz brauchen wir das Durchfahrtsverbot für LKW über zwölf Tonnen. Hier will ich Druck machen. Schkeuditz ist eine lärmgeplagte Stadt und braucht Lösungen. In Radefeld gilt es, den Stämmerweg auszubauen, um LKW aus dem Ort zu halten. Ein großes Thema wird zudem die Lärmbegrenzung durch den Flughafen sein. Wir brauchen die Verteilung des Flugverkehrs auf zwei Landebahnen. Ebenso müssen wir die beantragten nächtlichen Triebwerksprobeläufe außerhalb der extra dafür erbauten Halle verhindern.

 

Welche Lösungen würden Sie konkret für das B87-Problem in Taucha (Nadelöhr und Staus in der Stadt) anstreben?

 

Die B87 ist ein Thema für ganz Nordsachsen. Die Leute wurden viel zu lang hingehalten. Ich kenne die unhaltbaren Zustände besonders in der Hauptverkehrszeit und unterstütze den von Bürgermeister Meier eingeschlagenen Weg einer ergebnisoffenen Variantenuntersuchung. Das ist die Voraussetzung, um am Ende eine gute Lösung für alle Anlieger zu finden. Eine Vorfestlegung führt

zum Scheitern aller Bemühungen. Ich warne ausdrücklich davor.

 

Welche Lösung würden Sie konkret für das B181-Problem im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig (Nadelöhr von A9 und Nova Eventis sowie Zufahrt für RB-Fans von außerhalb) anstreben?

 

Für die Entlastungen benötigen wir dringend den Streckenausbau der A9 bis zur Kreuzung B181/186. Es bedarf auch eines Ausbaus

der B186 aus Richtung Markranstädt etwa 500 Meter vor dem Kreuzungsbereich. Dort ist das LKW-Aufkommen besonders hoch.