Autobahnanschluss Torgau

Ich bekam die Frage auf den Tisch, wie ich zu einem Autobahnanschluss für Torgau stehe. Um die Wirtschaft in der Region Torgau zu stärken und Torgau als Wohn- und Arbeitsort zu stärken, wäre ein Autobahnanschluss sehr zu begrüßen. Entsprechende Pläne gab es bereits Anfang der 90er Jahre. Leider ist diese Chance von den damaligen Akteuren verpasst worden.

 

Der dreispurige Ausbau der B87, wie er jetzt als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan steht, ist zwar hilfreich, kommt

viel zu spät (aber jetzt endlich) und wird eine Entlastung bringen. Mit den Erfahrungen um die B87, insbesondere das Trauerspiel mit der Anbindung in Taucha, muss man ehrlicherweise zugeben, dass der Neubau einer Autobahn nach Torgau derzeit nicht auf der Tagesordnung steht. Oder genauer: Ich glaube, ein solches Versprechen ist schlichte Wahlpropaganda.

 

Trotzdem möchte ich Ihnen einen Weg aufzeigen. Meiner Ansicht nach macht es Sinn, dass sich die Region Leipzig endlich als eine gemeinsame Region findet, versteht und entwickelt. Nach meiner Beobachtung „wurschtelt“ Leipzig allein vor sich hin, macht Delitzsch sein eigenes Ding, Torgau arbeitet für sich und Oschatz auch. Würde man Leipzig und seine umliegenden Landkreise mehr als Region begreifen und entwickeln, könnten sich auch Großprojekte – die allen helfen – wieder realisieren lassen. Potenzielle Partner dürfen sich nicht wechselseitig blockieren sondern müssen viel mehr miteinander planen und Rücksicht auf wechselseitige Befindlichkeiten nehmen. Das würde die Leipziger Probleme mit dem Zuzug ebenso lösen helfen wie die Anschlussprobleme von Torgau.

 

Dinge lassen sich leichter anschieben, wenn große Interessen gebündelt werden. Der Weg zu einem Autobahnanschluss für Torgau ist sehr lang und es ist leider auch unklar, ob es überhaupt einen gibt. Eine neue Chance dafür gibt es nur, wenn die gesamte Region einschließlich Leipzig davon profitiert. Ich werde als Abgeordneter helfen, dass sich die Akteure finden und das gemeinsame Potenzial suchen und erschließen. Das wäre ein erster, aber absolut unabdinglicher Schritt.