Arbeit gestalten

Von Arbeit gut leben können

Es ist mehr als ärgerlich, dass immer wieder die Leute mit kleinen und mittleren Einkommen die Zeche für die legale Steuervermeidung großer Konzerne zahlen müssen. Und damit meine ich nicht nur Arbeiter und Angestellte, auch solide Mittelständler und Selbständige leiden darunter. Denn wenn die leistungsstarken Großbetriebe ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, müssen alle anderen höhere Steuersätze tragen. Hier muss der Staat handeln und Steuerschlupflöcher für Konzerne endlich schließen. Das Ziel muss sein, die Steuersätze für die breite Masse sinken zu lassen. Dafür will ich kämpfen! Konkret setze ich mich für Steuersenkungen durch die Abschaffung der „kalten Progression“ sowie die schrittweise Abschaffung des Solis auf die Einkommensteuer ein.

Den eingeführten Mindestlohn halte ich für richtig, auch wenn die Umstellung in einigen Branchen (z.B. Taxis oder in der Gastronomie) Übergangsprobleme verursacht. Wir müssen uns  klar werden, dass höhere Löhne auch etwas kosten. Mehr Respekt vor der Arbeit anderer ist nicht zum Nulltarif zu haben. Geiz ist eben nicht geil, sondern auch ein Problem. Nach der Einführung des Mindestlohns gab es 750.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte mehr. Das entlastet auch unsere Sozialkassen und dient auf lange Sicht somit allen: Beschäftigten und Unternehmen.

 


Gerechte Arbeit, das geht so

Wer arbeitet, soll von seinem Lohn gut leben können. Wir wollen, dass die Löhne steigen und Frauen müssen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen wie Männer. Junge Menschen brauchen einen festen Job mit guten Bedingungen. Darum schaffen wir die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen ab. Wer seinen Job verliert, kann auf uns zählen: Unser Arbeitslosengeld für Qualifikation (ALG Q) unterstützt alle, die nach drei Monaten noch keinen neuen Job gefunden haben.

 

 

10-Punkte-Plan für den Mittelstand

Ich bin seit 17 Jahren selbstständiger Unternehmer und kenne daher die Themen des Mittelstands aus eigener Erfahrung sehr gut. Seien ausufernde Dokumentationspflichten, unsinnige Fristen, der Abmahnwahnsinn oder Bürokratie, die einen nicht zum Arbeiten kommen lässt. In mir werden Sie einen Bundestagsabgeordneten finden, der diese Themen praxisnah lösen will. Das hilft Unternehmern und Arbeitnehmern, denn gerade im Mittelstand gilt: Geht es der Firma gut, profitieren auch die Mitarbeiter.

Landwirtschaft fördern

Landwirte sichern unsere Ernährung, wir sichern unsere Landwirte! Die Landwirte auch in Nordsachsen sehen sich ganz vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Dabei scheinen viele Zeitgenossen zu vergessen, dass ihr tägliches Brot nicht im Backofen wächst. Es braucht Menschen, die sich jeden Tag bei Wind und Wetter mit der Natur auseinander setzen und für unsere Ernährung sorgen. Ich will alles tun, um den Landwirten das Leben nicht noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist. 


Steuergerechtigkeit für steuersenkung

Arbeitnehmer, Selbständige, kleine und mittlere Unternehmen zahlen Steuern, während gerade die großen Unternehmen und Konzerne oft durch legale Steuervermeidung ihrer gesellschaftlichen Pflicht nicht nachkommen. Damit muss Schluss sein! Wenn der Staat Steuerschlupflöcher schließt und dafür sorgt, dass Kapitalerträge nicht mehr steuerlich bevorzugt werden, sinkt die Steuerlast für die Allgemeinheit. Deshalb werde ich für das Ende der „kalten Progression“ und die schrittweise Abschaffung des Solis auf die Einkommensteuer kämpfen.

Digitalisierung für die Menschen

Wir erleben die vierte industrielle Revolution. Die Wirtschaft wird digital: Entwicklung, Produktion und Vertrieb verändern sich – und damit auch die Arbeitswelt. Ich will, dass von der Digitalisierung Wirtschaft und Beschäftigte gleichermaßen profitieren. Diesem Thema, so abstrakt es sich derzeit noch anfühlt, müssen wir uns stellen. Konkret bin ich für die Freiheit des Internets und die Gleichrangigkeit allen Datenverkehrs. Außerdem muss es auch im Netz das Recht auf Anonymität sowie auf Löschung aller persönlichen Daten geben.

Leiharbeiter besser bezahlen

Leiharbeiter tragen arbeitsrechtlich höhere Risiken als die Stammbelegschaft. Sie sind leichter kündbar, müssen deutlich flexibler sein. Es ist höchste Zeit, dass Leiharbeiter endlich besser bezahlt werden als Festangestellte. Ich will mich dafür einsetzen, dass für Leiharbeiter die Chancen steigen, eine dauerhafte Anstellung zu finden. Was der Staat von Unternehmen fordert, muss er aber auch selbst vorleben: Deshalb muss Schluss mit der ständigen Befristung von Stellen im öffentlichen Dienst unter dem Deckmantel der „Projektarbeit“ sein.

 


Nach der Arbeit: Reicht die Rente?

Wenn man sich nach vielen Jahren Arbeit nicht auf den Ruhestand freuen kann, weil man Angst vor der Zeit mit einer Rente hat, die nicht zum Leben reicht, dann geht in unserem Land etwas gehörig schief. Ich trete für eine stabile, auskömmliche Rente nach österreichischem Vorbild ein. Ich will, dass auch Beamte, Politiker und Besserverdienende in die Rentenkasse einzahlen und zwar ohne Beitragsbemessungsgrenze.

 

Wie gehen wir mit Flüchtlingen um?

Integration erfolgt über zwei Säulen: Bildung und Arbeit. Gerade mit Blick auf erwachsene, nicht mehr schulpflichtige Flüchtlinge muss es uns gelingen, diese über den Arbeitsmarkt zu integrieren. Viele von ihnen bringen Fähigkeiten und Ausbildungswillen mit. Weshalb das nicht aufgreifen? Schließlich können wir es uns nicht leisten, gerade junge Menschen in der Transferspirale hängen zu lassen – das gilt für alle gleichermaßen, ob von hier oder außerhalb. Ich setze mich dafür ein, dass wir gemeinsam mit lokalen Unternehmen, den örtlichen

Kammern und der Arbeitsagentur vernünftige Wege finden, auch in Nordsachsen Integration durch Arbeit zu ermöglichen.

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