In Schulen investieren

Kooperationsverbot weg!

Man mag es kaum glauben: Wir haben derzeit noch im Grundgesetz ein Kooperationsverbot in Sachen Bildung stehen. Dieses Verbot verbietet dem Bund, Gelder in unsere Schulen zu überweisen. Dieses Verbot wird auf Drängen der SPD bald aufgehoben und es gibt ein großes Schulsanierungsprogramm, für das das bisherige kommunale Investitionsprogramm von 3,5 Milliarden Euro auf sieben Milliarden aufgestockt wird. Die zusätzlichen Mittel sollen zunächst in sozial benachteiligte Viertel fließen. Moderne, gut ausgestattete Schulgebäude und Klassenräume sind entscheidend für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem.

Der gesamte Investitionsstau an deutschen Schulen wird auf 34 Milliarden Euro geschätzt. Bevor wir also an das Senken von Steuersätzen denken, sollten wir unsere Schulen auf Vordermann bringen!

Ein Schulsystem

Bildung ist in Deutschland Ländersache. Und weil es so ist, fährt  jedes Bundesland sein eigenes System. Diese dezentrale Organisation von Bildung hat (oder hatte) ihren Sinn in der Geschichte. Aber ist die Organisation in den Ländern immer noch zeitgemäß? Ich meine, dass es gute Gründe gibt, darüber nachzudenken. Was macht Mathematik in Nordsachsen anders als am Bodensee oder an der Küste? Sind Biologie, Deutsch, Sport, Religion oder welches Fach auch immer wir betrachten, irgendwie anders? Nein! Gibt es Unterschiede im Intellekt der Schüler? Sicher auch nicht? Mir konnte noch niemand erklären, welchen Vorteil die Schüler aus dem jetzigen System haben? Andererseits sehe ich in einem bundeseinheitlichen Ganztagsschulsystem erhebliche Vorteile: Beispielsweise wäre ein Abitur aus Bayern genauso viel wert wie eines aus Sachsen-Anhalt. Meine Idee: Nehmen wir die besten Teile aus allen Schulsystemen und machen diese allen Schülern zugänglich.


Längeres Miteinander

Ich halte die in Sachsen praktizierte Aufteilung der Schüler auf Oberschule und Gymnasium für falsch. Ich plädiere für ein längeres gemeinsames Lernen, mindestens bis zur 8. Klasse.

Leistung entscheidet

Studien der OECD und der letzte Nationale Bildungsbericht bestätigen, dass nach wie vor die soziale Herkunft sehr stark über die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen entscheidet. Es gilt, die Chancengleichheit zu verbessern. Ich bin dafür, dass Leistung und Talent entscheiden und nicht Herkunft.


Wenn Sie sich zum Thema Schule weiterführend interessieren, besuchen Sie bitte die Informationsseite der SPD hier.