Demographischen Wandel gestalten

Auch wenn es sich noch nicht so anfühlt, so stecken wir doch bereits mittendrin im demographischen Wandel. Wir alle dürfen uns auf ein längeres (hoffentlich erfülltes) Leben freuen und gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Das hat Folgen: Immer weniger Menschen werden künftig im Erwerbsleben stehen und Sozialabgaben bezahlen, während immer mehr Menschen nach einem arbeitsreichen Leben Ansprüche auf ihre verdiente Rente erheben. Jede Generation soll fair und gerecht an der Sicherheit unserer Rente beteiligt werden. Das Rentenniveau wollte die SPD langfristig bei 48 Prozent stabilisieren. Gleichzeitig soll gesetzlich sichergestellt werden, dass es unter 46 Prozent nicht sinken kann. Hierbei hat sich die Union verweigert.


Im November 2016 gab es einen Kompromiss mit CDU/CSU. Der sah vor, dass fehlende Rentenbeiträge aus Steuermitteln aufgefüllt werden. Grundsätzlich halte ich das für richtig. Trotzdem müssen wir uns fragen, was uns wichtiger ist: Niedrigere Beiträge jetzt, wenn wir arbeiten oder eine höhere Rente später. Ich glaube, wir werden uns von der Vorstellung verabschieden müssen, dass beides geht, denn die Renten der jetzt Vierzigjährigen werden deren Kinder bezahlen müssen. Und das sind immer weniger.

Ich glaube, dass die Lösung gegen Altersarmut künftiger Rentner in höheren Rentenbeiträgen und einer teilweisen Steuerfinanzierung des Rentensystems liegt. Die Rentenbeiträge werden vermutlich bei 25% liegen müssen, um auskömmlich zu sein. Gleichzeitig müssen die Löhne wieder steigen. Damit die Unternehmen höhere Löhne bezahlen können, braucht es Verbraucher, die den Wert der gekauften Ware in Geld zu schätzen wissen. Jede Gesellschaft ist ein Kreislauf aus Geben und Nehmen.



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